Betriebliche Altersvorsorge Vor Und Nachteile

Auf der Suche nach Möglichkeiten, Ihren Standard an Altersvorsorge zu bieten? Betriebliche Altersvorsorge scheint eine gute Option.

Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren im Jahr 2018 etwa 21 Millionen Versicherte in der betrieblichen Altersvorsorge (BAV) versichert – eine 10% ige Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Entdecken Sie die Vor- und Nachteile einer betrieblichen Altersvorsorge, um herauszufinden, ob sie sich für Ihre Situation eignet.

Vor- und Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge

Vorteile

  • Günstige Steuerung: Die betriebliche Altersvorsorge ist steuerlich begünstigt. Beiträge sowie die Auszahlungen sind niedriger besteuert als bei privaten Verträgen oder anderen Formen der Altersvorsorge und es lassen sich sogar Vorsteuervorteile erzielen.

  • Attraktive Beiträge: Betriebe suchen nach Anreizen, um ihre Mitarbeiter zu motivieren. Privatrentenverträge können einen solchen Ansporn bieten, denn der Arbeitgeber zahlt in der Regel einen Teil der Beiträge in die private Altersvorsorge ein.
  • Sicherer Aufwertungsanteil: Einige Betriebsrenten bieten eine Garantie für den Aufwertungsanteil.

    Mit ihr wird garantiert, dass eine Beitragserhöhung nicht zu einer Leistungsverringerung führt und der Einzahlungsbetrag entsprechend angepasst wird.

  • Keine Vermögensberatung nötig: Tagesgeld- und Aktiendarlehen zählen zu den Einzahlungsprodukten bei der betrieblichen Altersvorsorge. Wer sich für solche Produkte entscheidet, muss nicht mehr direkt nach einem Vermögensberater suchen.

  • Flexible Zusatzfunktionen: Es gibt viele Optionen, mit denen sich die Betriebsrenten individuell auf den einzelnen Angestellten sowie die gesamte Belegschaft konfigurieren lassen. Dazu zählt beispielsweise eine Dynamisierung der Rentenzahlungen.

Nachteile

  • Hohe Kosten: Private Riester-Renten sind günstiger als Betriebsrenten, da diese viele zusätzliche Gebühren enthalten und für Verwaltungs- und Beratungsleistungen bezahlt werden müssen.
  • Geringe Flexibilität: Die Betriebsrente ist auf den Arbeitgeber ausgerichtet und lässt sich nicht an die individuellen Bedürfnisse des Angestellten anpassen.

    Ein Wechsel der Vorsorge lässt sich nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen vornehmen.

  • Geringes Anlagerisiko: Die Risikostreuung bei einer betrieblichen Altersvorsorge ist sehr begrenzt. Nutzer können nur zwischen wenigen, in der Regel verhältnismäßig sicheren Anlageklassen wählen.

    Ein Abbau der Altersrückstellung ist nicht gestattet.

  • Unsichere Fortsetzbarkeit: Nicht alle Betriebsrenten sind auf die Lebensumstände des Angestellten abgestimmt und werden weiterhin bei einem Wechsel des Arbeitgebers fortgesetzt. In manchen Fällen muss die Betriebsrente zurückgezahlt werden.
  • Kein Rückkauf: Eine Betriebsrente kann in der Regel nicht zurückgekauft werden. Dadurch ist es für den Versicherten schwierig, sich das Geld vor Eintritt des Rentenalters zu leihen.

Fazit

Betriebsrenten sind eine lohnende Investition für Arbeitnehmer und Arbeitgebern, aber ihre Einschränkungen und Kosten sind es wert, in Betracht gezogen zu werden. Der Kostenfaktor und die geringe Flexibilität hinsichtlich der Anpassung an Änderungen der persönlichen Umstände machen private Riester-Renten zu einer attraktiveren Option. Aus diesem Grund sollte jeder eine klug durchdachte Entscheidung treffen, wenn es darum geht, steuerbegünstigte Altersvorsorgemöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Verweis

  • https://finanz. check2de/stichwort/betriebliche-altersvorsorge-vor-und-nachteile

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